Öffentliche Veranstaltungen im Schuljahr 2014 / 2015

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Wollen Sie erfahren, wie schlaue Füchse an der Montessori-Schule lernen?

Kommen Sie in die Montessori-Schule und informieren Sie sich!
Hier sind die Termine der öffentlichen Veranstaltungen im Schuljahr 2014 / 2015

Informationsabend für zukünftige Eltern, Mitarbeiter(innen) und Interessierte

13. November 2014, 20:00 – 22:00 Uhr

Tag der offenen Schule

17. Januar 2015, 10:00 – 15:00 Uhr
Jakobsplatz 9

Tag der offenen Sekundarstufe

7. März 2015, 10:00 – 14:00 Uhr
mobile Klassenräume Dürrwächterstrasse neben der Turnhalle der Erlöser-Mittelschule

Elternseminare

für Eltern neu angemeldeter Schüler
1. Klasse: 31.1.2015 oder 7.2.2015 (jeweils 9:00 – 15:00 Uhr)
5. – 9. Klasse: 29.4.2015 (18:00 – 21:00 Uhr)

Schnupperunterricht / Elterngespräch

1. Klasse:
14.3.2015 (Schnupperunterricht/Elterngespräch Grundschule)

5. – 9. Klasse:
4.5.-22.5.2015 (Schnupperunterricht Sekundarstufe)
9.5.2015 (Elterngespräche Sekundarstufe)

Sommerfest

4. Juli 2015, 11:00 – 15:00 Uhr

BBC-Reportage über Maria Montessori

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Auf Spiegel TV gibt es derzeit eine BBC-Reportage über Maria Montessori zu sehen.

Unter folgendem Link kann man diese aufrufen:  

http://www.spiegel.tv/#/filme/bbc-aussergewoehnliche-frauen-maria-montessori/

Spendenaktionen für einen Konzertflügel

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Was macht der Besitzer eines geliebten Bechstein-Konzertflügels, wenn er diesen wegen seines geplanten Umzugs und wegen gesundheitlicher Probleme in gute Hände geben möchte? Er spricht mit der Mutter eines Schülers, die dabei die Bamberger Montessori-Schule mit ihrem Musikschwerpunkt ins Gespräch bringt!

Der bisherige Eigentümer war von der Idee, unsere Schule mit diesem einmaligen Instrument zu unterstützen, sehr angetan und hat dies mit einem fairen Angebot bestätigt. Der Vorstand hat sich entschlossen, dieses außergewöhnliche Angebot anzunehmen. Ein solches Instrument kann und möchte die Montessori-Schule jedoch nicht aus dem laufenden Budget finanzieren. Der Vorstand hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die erforderliche Summe von € 10.000 innerhalb der nächsten 12 Monate durch vielfältige Spendenaktionen einzuwerben und bittet deshalb um Unterstützung.

Wir hoffen deshalb auf und bitten um

– die Spendenbereitschaft unserer Eltern, Ehemaligen und Freunde
– die Kreativität der drei Säulen und aller Eltern, sich Aktivitäten auszudenken, deren Einnahmen der Finanzierung des Flügels dienen
– die Unterstützung von Industrie und Handel, die mit Ihren Spenden diesen guten Zweck in unserer Region unterstützen und auf
– Zuwendungen anderer gemeinnütziger Einrichtungen, die Bildung und/oder Musikerziehung als Förderzweck verfolgen.

Daher bitten wir alle Eltern, Ehemalige und Freunde der Montessori-Schule Bamberg um Ideen, Kontakte und finanzielle Unterstützung. Bitte schreiben Sie an fluegel@montessori-bamberg.de – wir sind für jede Anregung sehr dankbar.

Spenden überweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

Montessori Bamberg e.V.
Sparkasse Bamberg
Konto 300 146 339 BLZ 770 500 00
IBAN DE57 7705 0000 0300 1463 39 BIC BYLADEM1SKB
Verwendungszweck: Flügel

Selbstverständlich bekommen Sie darüber eine Spendenbescheinigung.

Über den Verlauf der Spendenaktionen und den aktuell noch benötigten Betrag werden wir auf der Webseite der Montessori-Schule berichten.

Bei allen Initiatoren und Unterstützern bedanken wir uns mit einem herzlichen “Vergelts Gott!”

Für den Vorstand

Susanne Schumm, Martin Ammermann, Susanne Schille, Klaus Weidner, Michaela Albert, Andreas Rinn und Markus Terhar

Bildnachweis: markowska@depositphotos

Sommerfest am 5. Juli 2014

Sommerfest2014

Alle Schüler, Eltern und Großeltern, Verwandte und Bekannte, Vereinsmitglieder, Ehemalige und Zukünftige sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu unserem

Montessori-Sommerfest

Samstag, 05. Juli 2014
von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Jakobsplatz 9, Bamberg
(Parkplätze hinter dem Gebäude)

Erleben Sie unsere Schule mit

  • Ständen und Stationen zum Basteln und Spielen
  • Informationen zu Grundschule und zu Sekundarstufe
  • Gesprächen über Pädagogik und Schulalltag
  • offenem Montessori-Klassenzimmer

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Sich einem breiten Publikum präsentieren und unsere Schule unterstützen

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Mit dem Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe unserer “monte-stories”, der Zeitung der Privaten Montessori-Schule Bamberg Stadt und Land, kündigt sich unser Sommerfest am 5. Juli 2014 an. Mit diesem Sommerfest feiern wir ein Jubiläum: 10 Jahre Montessori-Schule Bamberg.

Wenn Sie mit einer Werbeanzeige in der Jubiläums-Ausgabe der “monte-stories” vertreten sein wollen, schreiben Sie bitte eine e-Mail an montestories@montessori-bamberg.de oder nutzen Sie online nachstehendes Kontaktformular. Ihre Druckvorlagen (als pdf oder als jpg mit 300 dpi) senden Sie bitte

bis spätestens 15. Mai 2014.

So günstig können Sie sich in den “monte-stories” präsentieren:
1/1 Seite: € 90,–
1/2 Seite: € 50,–
1/4 Seite: € 30,–

Die Zeitung wird – wie in den letzten drei Jahren – eine Auflage von 1.000 Exemplaren haben und wahrscheinlich wieder mindestens 60 Seiten stark sein. Neben unseren über 135 Schülern, deren Eltern und Verwandten sprechen wir mit unseren “monte-stories” auch interessierte neue Eltern an, um ihnen einen ersten Einblick in den Schulalltag an einer Montessori-Schule zu geben. Die monte-stories werden daher auch auf den Informationsveranstaltungen des kommenden Schuljahres an Interessierte verteilt.

Präsentieren Sie sich einem breiten Publikum und unterstützen Sie zugleich unsere Schule.
Herzlichen Dank!

P.S.: Sie kennen jemanden, für den unsere “monte-stories” ein geeignetes Medium für eine Anzeigenschaltung wäre?
Bitte bringen Sie uns ins Gespräch! Danke!

Gesichter der Wüste

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Eintauchen in die Weite, Stille und den Reichtum des Wüstenlebens war das Motto der Vernissage am vergangenen Sonntag im Eingangsbereich der Steigerwaldklinik Burgebrach. Unsere pädagogische Mitarbeiterin der Klasse A, Elke Völkl, präsentierte Gesichter von Wüstenbewohnern als Kohle- und Kreidezeichnungen. Die Werke sind das Ergebnis einer gemeinsamen Wüstenreise mit Frau Dr. Roppelt, die gleichzeitig ihre Fotografien präsentierte. Zwischen rhythmischen Klängen (Elke Völkl mit Werner Silzer und Kollegen von Body&Soul) erzählten die beiden Künstler einem großen Publikum von ihrem Kennenlernen, ihrer gemeinsamen Reise und dem Entstehen ihrer Bilder. Die Ausstellung ist zu sehen bis Ende Juni 2014.

Ihr künstlerisches Können gibt Elke Völkl übrigens unseren Schülern in Grund- und Sekundarstufe weiter. Das Ergebnis konnten die Besucher des Tages der offenen Sekundarstufe tags zuvor im Treppenaufgang in der Hartmannstraße sehen: dort waren bereits wundervolle Werke unserer Nachwuchskünstler aus der Sekundarstufe zu bewunden. In der Grundschule können die Schüler sich bei Elke Völkl in die Neigungsgruppe Percussion einwählen.

K.W.

Bildnachweis: Klaus Weidner

Tag der offenen Sekundarstufe am 22. März 2014

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Die Montessori-Schule Bamberg lädt ein zum

Tag der offenen Sekundarstufe
Montessori-Pädagogik erleben!

am Samstag, 22. März 2014 von 10ºº bis 14ºº Uhr
in unseren Räumen in der  Hartmannstraße 7 (Kolping-Gebäude)

 

Gewinnen Sie einen Einblick in die Umsetzung der Montessori-Pädagogik in der Sekundarstufe, erfahren Sie mehr über die für Montessori-Schulen typische Arbeitsweise der Freiarbeit. Beobachten Sie Schüler als Experten, führen Sie Gespräche mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern. In zwei Vorträgen – um 11 und 13 Uhr – informieren wir allgemein über die Montessori-Pädagogik.
Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.

Öffentlicher Vortragsabend mit Claus Kaul am 22. Januar 2014

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Die Montessori-Schule Bamberg lädt ein zu einem

öffentlichen Vortragsabend mit Claus Kaul
Bedeutung der Montessori-Pädagogik für Jugendliche im 21. Jahrhundert
am Mittwoch, 22. Januar 2014 um 19.30 Uhr

in den Räumen von Body & Soul (Kronacher Straße 61)
Eintritt: 3 € für Vereinsmitglieder / 5 € für Nichtmitglieder
Um Voranmeldung wird gebeten unter

sekretariat@montessori-bamberg.de oder (0951) 297 14 27

Claus­ Dieter Kaul

Leitung des Institut für ganzheitliches Lernen, Tegernsee/Montessori Biberkor e.V.

Grund-, Haupt- und Realschullehrer, Sonderpädagoge, Montessori­-Ausbildung für das Alter von 3 bis 6 Jahren in Frankfurt/Main, Montessori-Ausbildung für das Alter von 6 bis 12 Jahren in Washington D.C. (USA). Ein Jahr Arbeit in einer staatlichen Hauptschule in Hessen, ein Jahr Arbeit an einer privaten Ganztagesgrundschule in Frankfurt/Main, 15 Jahre Arbeit in den Montessori-Schulen des Kinderzentrums München in integrierten Grund-­ und Hauptschulklassen und Klassen für geistig Behinderte,­ davon sechs Jahre als Schulleiter, zwei Jahre Arbeit in der Deutschen Akademie für Entwicklungsrehabilitation im Kinderzentrum in München als Ausbilder in Montessori-Heilpädagogik, seit 1988 Leitung von Seminaren und Workshops an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen Deutschlands, Italiens, Österreichs, Sloweniens und der Schweiz, sowie Workshops in Hyderabad (Indien), Irland, Schweden, Polen, Spanien und Italien. Seit 2003 Mitglied bei Montessori-Europe. Gelistet im “Advisory-Board” von Modern Montessori International, (MMI) London. Mitglied bei der Association Montessori Internationale (AMI).

Programm für Tag der offenen Schule

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Programm für den Tag der offenen Schule
am Samstag, 18.01.2014 von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Ebene

Uhrzeit

Raum

Thema

2. OG

jeweils Beginn: 10:00 Uhr 10:45 Uhr 11:30 Uhr 12:15 Uhr 13:00 Uhr
Klasse B und C
Kinder als Experten erklären Montessori-Material (für Vorschulkinder und Eltern)
Bitte Listeneintrag im Werkraum – 1.OG!
ab 9:00 Uhr
Klasse C – Nebenraum
Filmvorführung „Aus dem Schulalltag I“
10:00 Uhr bis 11:00 Uhr
Musikraum
Kosmische Erziehung und ihre großen Erzählungen
ab 11:00 Uhr
Musikraum
Bastelstationen
ab 9:00 Uhr
Schülerbücherei
Vorstellung von Montessori-Literatur
1. OG
jeweils Beginn: 10:00 Uhr 10:45 Uhr 11:30 Uhr 12:15 Uhr 13:00 Uhr
Klasse A
Hospitation der Freiarbeit (nur für Eltern)Bitte Listeneintrag im Werkraum – 1.OG!
ab 9:00 Uhr
Klasse A – Nebenraum
Filmvorführung „Aus dem Schulalltag II“
ab 9:00 Uhr
Werkraum
Eintragung in die Listen für die StationenInformelles Kennenlernen
Bewirtung (Kaffee, Kuchen, Getränke, kleiner Imbiss)
UG
ab 9:00 Uhr
Klasse D

Offenes KlassenzimmerInformationen zum Schulalltag und Tagesablauf Eindrücke aus der Sekundarstufe

Trägerverein – die Montessori-Fördergemeinschaft Bamberg e.V. stellt sich vorVoranmeldeformulare und

Informationen rund um die Einschulung für das Schuljahr 2014/2015

10:15 Uhr bis 11:15 Uhr 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Klasse D – Nebenraum
Vortrag:
„Montessori-Schule oder Regelschule? Eine leichte Entscheidung!“
ab 9:00 Uhr
MoNaMi

Mittagsbetreuung und Nachmittagsangebote Kinderbetreuung für Besucherkinder

Für Ihre Garderobe nutzen Sie bei Bedarf die Schülergarderobe der Klasse A / 1. OG Bitte beachten Sie folgende Hinweise für die Stationen:

  • Bitte tragen Sie sich für jede Station ab 9.00 Uhr im Werkraum ein.
  • Klassenzimmer bitte nur mit Überziehern (liegen vor dem Zimmer bereit), Socken oder mit Hausschuhen betreten, danke!
  • Bitte warten Sie 5 Minuten vor dem Zeitpunkt am Klassenzimmer. Zu gegebener Zeit werden Sie ins Klassenzimmer geführt.
  • Während der Freiarbeit bitte nicht sprechen, nicht aufstehen und nichts berühren, danke! Bitte nicht fotografieren!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Schule ohne Druck und Noten – Bericht im Fränkischen Tag

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Am Dienstag, den 14. Januar 2014, berichtete der Fränkische Tag über die Montessori-Schule, unsere Sekundarstufe und über unsere neue Schulleiterin: Schule ohne Druck und Noten.

Wir bedanken uns bei Frau Krüger-Hundrup für die Möglichkeit, den Beitrag für unsere Homepage zu übernehmen:

Montessori-Schule Bamberg: Schule ohne Druck und Noten

Tim (11) und Enrico (12) schnappen sich einen Atlas aus dem Regal im Klassenzimmer und hocken sich damit in den Vorraum. „Gebirge und Flüsse“ haben die Buben in den vergangenen zwei Wochen gelernt. Nun sollen sie ihr Wissen testen: Wie heißt der Fluss, der durch Hamburg fließt? Welches Mittelgebirge befindet sich im Grenzgebiet zu Tschechien? Lehrer Stefan Döpfert hat diese und andere Aufgaben vorgegeben. Tim und Enrico blättern Landkarten auf: konzentriert und mit sichtlicher Freude. „Man darf hier im Unterricht aufstehen, herumlaufen und sich Hilfe holen“, strahlen die Jungs. Es sei nicht so anstrengend wie in der Regelschule. Und vor allen Dingen: „Es gibt keine Noten.“

Dieses Schulparadies ist die Montessori-Schule Bamberg mit ihren Standorten am Jakobsplatz und in der Hartmannstraße, eine staatlich genehmigte Grundschule sowie eine Sekundarstufe in privater Trägerschaft. 134 Kinder aus Stadt und Landkreis Bamberg besuchen diese Schule, unterrichtet von sechs Klassenlehrern, sechs pädagogischen Fachkräften und Fachlehrern für Musik, Werken, Sport und Religion.

„Unsere Schüler kommen nicht nur aus bestimmten sozialen Schichten, unsere Schule ist keine nur für höhere, jeder kann sie sich leisten“, betont Direktorin Friederike Scholl. So könne die einmalige Aufnahmegebühr von 1500 Euro auch in Raten gezahlt werden. Das monatliche Schulgeld betrage 144 Euro.

Diese Summen würden Eltern gern zahlen, die für ihre Kinder eine „andere Schulart und andere Pädagogen suchen“, erklärt die Direktorin. „Kinder sollen mit Freude und ohne Leistungsdruck lernen“, macht Scholl klar. Wenngleich es natürlich in der Montessori-Schule auch „Tests und Selbstkontrolle“ gebe. Die Schüler müssten ein Dokumentationsbuch führen, in das sie ihre Tätigkeiten und Hausaufgaben eintragen. Und lernen – etwa Vokabeln – würden die Buben und Mädchen genauso wie in der Regelschule.

Selbstverständlich gebe es auch Zeugnisse: „Der Wissensstand der Kinder wird bewertet, aber eben ohne Ziffernoten, sondern in einem 16-seitigen Dokument für jeden Schüler“. Darin werde zum Beispiel das Arbeitsverhalten, aber auch Sozialkompetenz wie das Respektieren von Grenzen anderer Kinder oder Hilfsbereitschaft beurteilt. Mögliche Störungen in der Entwicklung werden ebenfalls festgehalten – gemäß des Montessori-Grundsatzes: „Folge dem Kind, achte auf die Zeichen, die dir seinen Weg zeigen.“

Dass sich die Montessori-Schule deutlich von der herkömmlichen unterscheidet, wird schon in den Klassenzimmern deutlich: keine Tafel, keine Sitzblöcke, sondern eine kindgerechte Umgebung mit Möbeln, die den Proportionen der Kleinen angepasst sind. Ungewöhnlich erscheinen die vielen Regale in Augenhöhe der Kinder: Darin lagern die Lehrmittel, bei Montessori Material genannt, das die Schüler frei entnehmen können: je nach Entwicklungsstand und augenblicklichem Interesse.

Der 12-jährige Piak etwa greift nach der „Wahrscheinlichkeitsbox“, um Rechenaufgaben mit Hilfe einer Farbscheibe zu lösen. Dafür hockt er sich auf den roten Teppich und breitet das Material aus. „Das macht Spaß!“, grinst Piak breit. Weiß er doch, dass gleich zwei Lehrer bereit stehen, wenn er allein nicht weiter kommt. So bewährt sich ein weiterer Grundsatz der Montessori-Pädagogik: „Hilf mir, es selbst zu tun.“

Die Freiarbeit wird durch gebundenen Unterricht in bestimmten Fächern ergänzt. Die Lehrkräfte haben allesamt eine zusätzliche Ausbildung absolviert, für die nach einer Prüfung ein Montessori-Diplom erstellt wird. „Nicht nur unsere Schüler, auch wir sind hoch motiviert“, erklärt Klassenlehrerin Bettina Schindler für ihre Kollegen. Das mache sich bezahlt, denn „unsere Schüler sind sehr erfolgreich und bestehen die Prüfungen, die sie an öffentlichen Schulen ablegen“, ergänzt Direktorin Scholl.

Sie führt diesen Erfolg nicht zuletzt darauf zurück, weil sich die Montessori-Schule nach der Entwicklung des Kindes richtet und auf dessen eigene Kräfte vertraut. Und weil „Kinder etwas leisten wollen, wenn man ihnen viel an Anregungen bietet und sie selbständig arbeiten lässt“. Friederike Scholl sagt es noch anders: „Jedes Kind bekommt die geistige Nahrung, die es verkraften kann und noch einen Tick mehr.“ Die individuelle Förderung je nach Begabung habe die Begründerin der Montessori-Pädagogik, die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952), einmal so ausgedrückt: „Aus einer Tulpenzwiebel wird keine Rose.“

Die Schuldirektorin, die zehn Jahre lang an der Montessori-Fachoberschule in Würzburg Erfahrungen mit einer höheren Schulform gesammelt hat, hegt Pläne für ihre Bamberger Schule. Friederike Scholl möchte die Schüler künftig zum Fachabitur und Abitur führen, auch „wenn das Abitur allein nicht selig macht“, wie sie sagt. Für die geplante Sekundarstufe II. braucht es aber Platz. Und so sucht die Direktorin nach einem geeigneten Gebäude in Bamberg, in dem alle Jahrgänge von der Grundschule bis zur Oberstufe zusammen untergebracht werden können.

Die Montessori-Schule Bamberg lädt ein zum Tag der offenen Schule am Samstag, 18. Januar, von 9 bis 14 Uhr, am Jakobsplatz 9. Schüler können bei der Freiarbeit beobachtet werden, und es gibt Informationen zur Schulanmeldung für die Primarstufe (Klasse 1) und für die Sekundarstufe (Klasse 5-7).

Bildnachweis: Marion Krüger-Hundrup