Maria Montessori

Maria Montessori (1870 – 1952) gilt als die bekannteste Pädagogin des 20. Jahrhunderts.

Italienische Kinderärztin

Im Alter von 20 Jahren setzte sie gegen viele Widerstände ihre Zulassung zum Medizinstudium durch und wurde als erste Frau Italiens zum Doktor der Medizin promoviert. Als Kinderärztin in der psychiatrischen Universitätsklinik Rom sammelte sie bei der Behandlung und Betreuung geistig behinderter Kinder wichtige Erfahrungen.

Von der Arbeit mit behinderten Kindern zur Erziehung normaler Kinder

Bei den französischen Ärzten Itard und Seguin fand sie Methoden und Materialien, die die sinnliche Wahrnehmung geistig behinderter Kinder schulen und damit ihren Intellekt aktivieren sollten. Diese Ideen wurden von Maria Montessori aufgegriffen und weiterentwickelt. Sie erzielte damit erstaunliche Erfolge, die Aufsehen erregten. Maria Montessori begann ihre Erfahrungen auch für die Erziehung normaler Kinder auszuwerten, denn, so schrieb sie:

Während alle die Fortschritte meiner Idioten bewunderten, machte ich mir Gedanken über die Gründe, aus denen glückliche und gesunde Kinder in gewöhnlichen Schulen auf so niedrigem Niveau gehalten werden, dass sie bei Prüfungen der Intelligenz von meinen unglücklichen Schülern eingeholt wurden.

Montessori entwickelte ihre Methode zuerst für die Kleinkinderziehung und bald auch für das Grundschulalter.  Ihre „Montessori-Erziehung“ breitete sich ebenso wie die Literatur Montessoris rasch in vielen Ländern aus.

Dreifache Nominierung für den Friedens-Nobelpreis

Für ihre lebenslange humanistische Tätigkeit wurde sie dreimal (1949, 1950, 1951) für den Friedens-Nobelpreis nominiert.

Bildnachweis: http://www.montessoricentenary.org/