Unser Schulkonzept

Die nachfolgenden Ausführungen sind Teil des ausführlichen Konzepts in Form einer pdf-Datei zum Herunterladen (Stand November 2011).

Sensible Phasen

Im Kind ist die schöpferische Haltung, die potentielle Energie vorhanden, die es befähigt, auf Grund seiner Umwelteindrücke eine seelische Welt aufzubauen. (Maria Montessori: Kinder sind anders, München 1992 , S.47)

Montessori geht davon aus, dass jedes Kind über „einen inneren Bauplan seiner Seele verfügt und über vorbestimmte Richtlinien für seine Entwicklung“. Im Kind ist die Kraft vorhanden, diesen Bauplan zu verwirklichen, indem es sich aktiv mit seiner Umwelt auseinandersetzt. Die zeitliche Umsetzung dieses Bauplans kann individuell sehr unterschiedlich sein. Ein unzeitgemäßes Eingreifen von Erwachsenen in diesen Aufbauprozess kann die Verwirklichung dieses Bauplanes jedoch unmöglich machen oder zumindest behindern. Während seiner Entwicklung durchläuft das Kind verschiedene Empfänglichkeitsperioden von unterschiedlicher Dauer, die sog. Sensiblen Phasen. In diesen Phasen besitzt das Kind eine besondere Bereitschaft, einzelne Fähigkeiten (z.B. Laufen, Sprechen, Schreiben, Lesen) zu erwerben. Hat das Kind in dieser Phase Erwachsene um sich, die es darin bestärken, jedoch weder bedrängen noch behindern, und eine anregende Umgebung, so wird es die entsprechende Fähigkeit freudig und aus eigenem Antrieb lernen. Fähigkeiten und Fertigkeiten, die außerhalb der entsprechenden sensiblen Phasen gelernt werden sollen, können nicht mit der gleichen Leichtigkeit gemeistert werden und das Lernen geschieht nicht so selbstverständlich.

Selbsttätigkeit und Bewegung

Was du mir sagst, vergesse ich.
Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was du mich tun lässt, das verstehe ich. (Konfuzius 500 v. Chr.)

Alle menschlichen Funktionen entwickeln sich aufgrund von Aktivität. Sprechen lernen wir durch Sprechen, Laufen durch Laufen und Radfahren durch Radfahren usw. Selbsttätigkeit und Bewegung haben daher grundlegende Bedeutung für die physische und psychische Entwicklung, für Willen, Charakter sowie für Unabhängigkeit und Selbstständigkeit des Menschen. Die handelnde Bewegung ist also ein wesentlicher Faktor zum Aufbau sämtlicher Fähigkeiten. Die kindliche Auseinandersetzung mit der Umwelt erfolgt fast ausschließlich durch Bewegung. Daher durchzieht die Forderung nach Bewegung und Eigenaktivität des Kindes die gesamte Montessori-Pädagogik. Dabei ist laute Aktivität, die sich nur um der Bewegung willen produziert und keinen Widerhall in der räumlich-gegenständlichen Umgebung findet, nicht das, was Montessori anstrebte. Jedes Handeln soll sinnvoll und in das Leben des Kindes einbezogen sein. Die Freiheit des Kindes, seinem Bewegungsdrang nachzugeben, soll nicht mit Lärm und Chaos verbunden sein. Im Gegenteil: Maria Montessori beobachtete, dass Kinder, die sich einer freien Arbeit zuwenden und diese selbsttätig durchführen, zu ruhiger Aktivität, Sammlung und Konzentration fähig sind.

Polarisation der Aufmerksamkeit und Normalisierung

Wenn Kinder eine Arbeit so gesammelt ausgeführt haben, scheinen sie immer ausgeruht und innerlich gestärkt zu sein. Es ist, als ob für die Kräfte, die in ihrer Seele ruhten, ein Weg frei geworden wäre, ihre besten Seiten kommen zum Vorschein. (Maria Montessori: Das Kind in der Familie, Stuttgart 1954, S.55ff)

Montessori entdeckte, dass es Kindern gelingen kann, sich völlig zu konzentrieren. Diese Konzentration ist offensichtlich inneren Ursprungs und tritt auf, wenn ein Mensch sich aus eigenem, innerstem Interesse einer selbst gewählten Sache hingibt. Ein Nachlassen der Konzentration kann erst beobachtet werden, wenn die selbst gewählte Aufgabe gelöst wurde. Das Kind wirkt dann ausgeglichen und zufrieden. Ziel einer jeden Pädagogik muss die Erreichung dieses Zustandes der vertieften Konzentration sein. Montessori hob mehrfach hervor, dass dieses Lernerlebnis zu Ausgeglichenheit und Zufriedenheit führt und einen Zustand, den Montessori „Normalisation“ nennt, bewirkt. Neuere Forschungen bestätigen diese Annahme. So stellt Hartmut Giest fest, dass „…lebensweltlich verankerte, damit für Kinder sinnvolle Problemstellungen und Fragen, die Bildungswert besitzen…“, die Lösung von Lernproblemen und Lernaufgaben erleichtern (vgl. dazu Giest, Hartmut: Lernen und Lehren im entwicklungsfördernden Unterricht. In: Rossbach, Hans-Günther u.a. (Hrsg.): Forschungen zu Lehr und Lernkonzepten für die Grundschule, Jahrbuch Grundschulforschung, Band 4, Opladen 2001, S.86-92).

Konsequenzen für den pädagogischen Alltag

Die Notwendigkeit eines individualisierten Lernprozesses

Eine konsequente Umsetzung der Beobachtungen Montessoris erfordert eine größtmögliche Individualisierung des Lernprozesses. Indem das Kind die Möglichkeit erhält, Lerninhalt und Lerntempo selber zu bestimmen, kann es die Kraft der sensiblen Phasen optimal nutzen. Dabei wird eine Überforderung so wie Unterforderung vermieden, das Kind lernt stets auf seinem individuellen Niveau. Dadurch wird sichergestellt, dass die intrinsische Motivation erhalten bleibt.

Die freie Wahl der Arbeit (Freiarbeit)

Die freie Wahl war das erste der Vorrechte in meinem Erziehungskonzept. … Wenn man sie (d.h. die Kinder) von Interventionen und Beschränkungen befreit, die ihnen von Älteren voll guter Absicht auferlegt werden, so zeigen sie statt der Anarchie, die man erwarten würde, ein Benehmen, das dem zu entsprechen erscheint, was man wirklich als ein göttliches Gesetz bezeichnen könnte (Montessori-Werkbrief, Heft 4, 1985).

Die Forderung, die Kinder ihre Beschäftigung frei wählen zu lassen, ist eine logische Schlussfolgerung aus den oben genannten Grundgedanken der Montessori-Pädagogik. Die freie Wahl kann daher auch als ihr Kernthema bezeichnet werden und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit des Kindes vom Erwachsenen. Das Prinzip der freien Wahl kommt besonders während der sog. Freiarbeit zum Tragen. Die Freiheit des Kindes während der Freiarbeit besteht in vierfacher Hinsicht:

– die freie Wahl des Themas/Lernmaterials
– die freie Wahl des Lernortes (Tisch oder Teppich, Flur oder Klassenzimmer)
– die freie Wahl des Lernpartners (allein, mit Partner oder in der Kleingruppe)
– die freie Wahl der Dauer der Beschäftigung

Es versteht sich von selbst, dass sich die Freiarbeit nur in einer angstfreien Atmosphäre ohne Zwang, Leistungs-, Noten- und Gruppendruck realisieren lässt. Die Freiarbeit offenbart der Lehrkraft Begabungen und ermöglicht Beobachtungen individueller Lernvoraussetzungen und Lernfortschritte. Daran richtet sie das Angebot des Materials und die Art der individuellen Unterstützung des Kindes aus. Die Freiheit in der Freiarbeit kann nicht grenzenlos sein. Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit der anderen beeinträchtigt wird. Insofern beinhaltet das Einüben von Freiheiten immer auch soziales Lernen.

Die vorbereitete Umgebung

Das Erziehungswerk verteilt sich auf Lehrerin und Umgebung. Die früher ‚Lehrende‘ wird durch ein sehr viel komplexeres Ganzes ersetzt, d.h. gleichzeitig mit der Lehrerin wirken zahlreiche Gegenstände (das Entwicklungsmaterial) bei der Erziehung des Kindes mit (Maria Montessori: Die Entdeckung des Kindes. Freiburg, 1989, S.166).

Eine der Hauptaufgaben der Lehrkraft besteht bei Maria Montessori in der Gestaltung der vorbereiteten Umgebung, die sowohl das Klassenzimmer als auch die weitere Schulumgebung umfasst. Diese von der Lehrkraft bewusst geplante Umgebung ist sowohl Lebens-, Lern- und Entwicklungsraum, der den Bedürfnissen der Kinder angepasst ist, als auch an den Erfordernissen der Kultur und der Zivilisation ausgerichtet, in die das Kind hineinwachsen soll. Sie ist der äußere Rahmen für die Freiarbeit und ermöglicht es dem Kind, selbstständig und weitgehend unabhängig vom Erwachsenen zu lernen.

Damit das Kind sich allein in der vorbereiteten Umgebung zurechtfindet und selbstständig arbeiten kann, muss die vorbereitete Umgebung durch eine bestimmte Ordnung strukturiert sein. Diese äußere Ordnung gibt Orientierungshilfe, die auch im Geist Ordnung stiftet. Alle Materialien sind darum in offenen Regalen untergebracht, frei zugänglich und nach Lernbereichen übersichtlich eingeordnet.

Durch den notwendigen, sorgfältigen Umgang mit den Materialien leistet die Freiarbeit einen Beitrag zum achtsamen Umgang mit den Dingen und lehrt die Kinder, Ordnungsstrukturen einzuhalten und als Lebenshilfe zu begreifen.

Das Montessorimaterial als Schlüssel zur Welt

Unser Material ….soll Helfer und Führer sein für die innere Arbeit des Kindes. Wir isolieren das Kind nicht vor der Welt, sondern geben ihm ein Rüstzeug, die ganze Welt und ihre Kultur zu erobern. Es ist wie ein Schlüssel zur Welt (Maria Montessori: Grundlagen meiner Pädagogik. Heidelberg 1968 , S.15).

Das von Maria Montessori entwickelte Material schafft es in einmaliger Weise, Lerninhalte und innere Strukturen von Lernprozessen darzustellen und baut dabei systematisch aufeinander auf. Der Reiz des Materials liegt nicht in einer sachfremden, kindertümelnden Motivation, sondern in seiner klaren, sachlichen Veranschaulichung der zu meisternden Schwierigkeit. Ohne dieses spezielle Montessori-Material ist eine Montessori-Einrichtung nicht denkbar. Es versetzt das Kind erst in die Lage, seinem individuellen Entwicklungsstand entsprechend selbstständig und weitestgehend ohne Hilfe Erwachsener zu lernen und zu üben.

Um als Montessori-Material zu gelten, muss ein Lernmaterial verschiedene Kriterien erfüllen: Es soll
– durch seine Ästhetik (angenehme Materialien, harmonische Farbgebung, Haltbarkeit….) das Kind unmittelbar ansprechen und dadurch zum Handeln und Erkunden auffordern;
– Aktivität ermöglichen und fördern, da das handelnde Lernen die dem Kind angemessenste Lernform ist und dadurch dem kindlichen Bewegungsbedürfnis entsprochen werden kann;
– möglichst viele Sinne ansprechen, um ein ganzheitliches (und dadurch kindgemäßes) Lernerlebnis zu ermöglichen und die Sinne zu schulen;
– eine Selbstkontrolle ermöglichen, wodurch das Kind unabhängiger von der ständigen Kontrolle der Lehrkraft wird. Die Selbstkontrolle erlaubt eine unmittelbare Verbesserung des Fehlers und dadurch einen besseren Lernerfolg als bei einer zeitlich verzögerten Kontrolle. Außerdem leistet die Selbstkontrolle einen wesentlichen Beitrag bei der Erziehung zu Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Genauigkeit;
– aus der Komplexität der Welt eine Schwierigkeit isolieren und sinnlich erfahrbar machen (z. B. das Dezimalsystem, das Zergliedern von Sätzen in Satzglieder, den Aufbau des Jahres…), damit diese dann gezielt geübt werden können.

Das Material ermöglicht den idealtypischen, dreistufigen Lernprozess nach Bruner (intermodaler Transfer). Er führt vom handelnden Umgang mit dem Lerninhalt (enaktive Stufe: z.B. Goldenes Perlenmaterial) über eine bildliche Darstellung (ikonische Stufe: z.B. Markenspiel) zur Abstraktion (symbolische Stufe: z.B. schriftliche Addition) (vgl. Bruner, Jerome S./Olver, Rose R./Greenfield, Patricia M.: Studien zur kognitiven Entwicklung. Stuttgart 1988).

Die Stufe des Handelns nimmt während der Grundschulzeit einen sehr großen Raum ein, da sich das Kind nach Piaget von 7-11 Jahren in der konkret operationalen Phase befindet. Das heißt, es braucht für seinen Denkprozess konkrete Handlungen. Sie ermöglichen dem Kind ein inneres Bild der jeweiligen Operation aufzubauen. Ist dies ausreichend geschehen, löst das Kind sich immer mehr vom Material und beginnt Aufgaben zunehmend auf abstrakterem Niveau zu bearbeiten.

Jedes Material ist in jeder Klasse nur einmal vorhanden. Die Absprachen zwischen den Schülern, die dadurch erforderlich werden, stellen einen Beitrag zur Sozialerziehung dar. Außerdem erhöht diese mengenmäßige Begrenzung die Wertschätzung des einzelnen Materials und setzt einen Kontrapunkt zur heutigen Überflussgesellschaft.

Das Prinzip der Heterogenität

Jahrgangsmischung

In der Bamberger Montessorischule werden mehrere Schülerjahrgänge in einer Klasse zusammengefasst werden. Dies ist möglich, da die Kinder während der Freiarbeit ohnehin auf ihren jeweiligen individuellen Niveaus arbeiten und überwiegend materialgeleitet lernen. Die Jahrgangsmischung wurde bereits von Maria Montessori erprobt und empfohlen und wird heute weltweit in zahlreichen Montessorischulen realisiert. Sie basiert auf der Annahme, dass der Aufbau eines guten Lern- und Arbeitsverhaltens am besten in einer altersgemischten Gruppe (wie auch im Kindergarten) gelingt.

Insbesondere sprechen folgende Gründe für eine Jahrgangsmischung:
– Individuelle Lernfortschritte ermöglichen: Da jedes Klassenzimmer mit allen Lernmaterialien für die verbindlichen Lerninhalte der 1.-4. Klasse ausgestattet ist, ermöglicht die Jahrgangsmischung den Schülern, ihrem Lerntempo entsprechend voranzuschreiten.
– Lernschwache Schüler können so lange einen Lerninhalt üben, bis sie ihn verstanden haben. Sie können in extremen Fällen ein Jahr länger die Grundschule besuchen, bleiben dabei aber in ihrer Klasse und tragen daher nicht die Nachteile des „Sitzenbleibens“.
– Besonders begabte Kinder werden in ihrem Wissensdrang und Lerntempo nicht gebremst und können eventuell schon nach drei Jahren an die weiterführende Schule übertreten ohne eine Klasse überspringen zu müssen. In diesem Sinne leistet die Montessoripädagogik mit der Jahrgangsmischung auch einen Beitrag zur Hochbegabtenförderung.
– Soziales Lernen fördern: In jahrgangsgemischten Klassen können sich die Älteren als „Lehrer“ für die Jüngeren betätigen. Die Bewunderung und Dankbarkeit, die sie dafür von den Jüngeren erfahren, stärkt ihr Selbstvertrauen und fördert ihr Selbstbewusstsein. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und üben sich in Hilfsbereitschaft. Die Jüngeren profitieren von den Erklärungen der Mitschüler, da diese oft kindgemäßer sind, als die der Erwachsenen. Aber auch der Wissensstand der älteren Schüler verbessert sich durch ihre „Lehrtätigkeit“, denn wer lehrt, muss sein Wissen nochmals genau durchdenken, strukturieren und sich sprachlich präzise ausdrücken.

Die Jahrgangsmischung schließt einen Unterricht in alters- oder leistungshomogenen Arbeitsgruppen nicht aus, in dem bestimmte Lerninhalte und Arbeitstechniken gezielt vermittelt werden können.

Integration

Der Weg, auf dem die Schwachen sich Stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen (Maria Montessori: Schule des Kindes, Freiburg/Br. 1976, S.166).

Zu Beginn ihres pädagogischen Wirkens arbeitete Maria Montessori mit sozial deprivierten und geistig behinderten Kindern. Sie erkannte die Bildsamkeit dieser Kinder und eröffnete ihnen mit den von ihr entwickelten Materialien für die damalige Zeit ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten. Zugleich kämpfte sie gegen die Gettoisierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung dieser Kinder. Die Bamberger Montessori-Schule hat ein eigenes Inklusionskonzept (früher Integration) erstellt, das wir interessierten Eltern gerne zur Verfügung stellen. Bitte wenden Sie sich hierzu an unser Sekretariat.

Die Rolle der Lehrkraft

Die Lehrerin hat jedoch zahlreiche nicht leichte Aufgaben: Ihre Mitarbeit ist keineswegs ausgeschaltet, doch sie wird vorsichtig, feinfühlig und vielfältig. (…) Tugenden und nicht Worte sind ihre höchste Vorbereitung (Maria Montessori: Die Entdeckung des Kindes. Freiburg 1989 , S.167).

Die Lehrkraft bekommt bei Maria Montessori eine neue Rolle. Sie soll sich als Beobachterin und Helferin verstehen. Montessori spricht von der dienenden Funktion der Lehrkraft. Das Kind selbst ist es, das bestimmt, was es wie lange macht. Das Material und nicht die Lehrkraft motiviert das Kind zu seinen Aktivitäten. Sie wird zum Mittler zwischen Material und Kind, wo es nötig ist, und weiß bei jedem einzelnen Kind, welche Lernziele es schon erreicht hat und welche Schwierigkeiten es im Moment zu meistern hat. Wo nötig, bietet sie ihre Hilfe an, macht das Kind mit einem neuen Material vertraut, unterstützt die Eigenaktivität des Kindes.

Folgende Grundhaltungen fordert Montessori von der „neuen“ Erziehungsperson:
– eine wissende und weise Zurückhaltung, aber auch
– die Bereitschaft und Fähigkeit, ein Kind zu führen und anzuleiten, wenn sein Verhalten dies erfordert (z.B. bei länger andauernder Unmotiviertheit, Ängstlichkeit, Oberflächlichkeit, Sprunghaftigkeit…)
– die Fähigkeit einer teilnehmenden Beobachtung, um die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand des Kindes erkennen zu können,
– die Bereitschaft, an sich selbst arbeiten zu wollen,
– Geduld, Achtung und Liebe dem Kind gegenüber.

Dieses Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Lehrer wird nicht durch eine Leistungsbewertung in Form von Ziffernnoten belastet.

Bildnachweis: Bernd Zwönitzer