Überblick

StifteAuf dem Weg zum Erwachsenwerden

Die Kinder und Jugendlichen der Sekundarstufe stehen vor oder schon mitten in einem wichtigem Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Die körperlichen Veränderungen erlebt der Jugendliche als einen radikalen Einschnitt seiner bisherigen Existenz. Einher gehen damit starke psychische Schwankungen.

Es ist das Alter der Zweifel und Unschlüssigkeiten, der heftigen Gemütsbewegungen und der Entmutigung.
(Maria Montessori)

In der Ausprägung der Pubertät wiederum sind alle Kinder unterschiedlich. Ebenso besteht ein Unterschied bei der Entwicklungsgeschwindigkeit von Jungen und Mädchen in dieser Zeit.

Schöpfung des sozialen Menschen

Gleichzeitig sucht der Jugendliche nach sich und seinem Platz in der Gesellschaft. Wer bin ich? Was kann ich? Wo werde ich gebraucht, gesehen und bin nützlich? Auf diese Fragen sucht er eine Antwort. Er findet sie nur in aktiver Auseinandersetzung mit seiner Umwelt, im Austausch mit anderen Menschen. Zu keiner anderen Zeit seines Lebens ist der Mensch mit moralischen Werten und sozialen Fragen mehr beschäftigt. Montessori nennt diese Entwicklungsphase die Zeit der „Schöpfung des sozialen Menschen“.

Gerade in diese Zeit fällt der oft umfangreichste Teil der Schulbildung. Ziel der Montessori-Pädagogik einer Sekundarstufe und später der Oberstufe ist es, diesen Teil der Entwicklung und der schulischen Bildung in Einklang zu bringen. Dabei gilt, wie auch in der
Montessori-Grundschule Bamberg, das Leitmotiv „Hilf mir, es selbst zu tun“.

Individueller Lernweg in der Schule für alle

Eine Montessori-Schule denkt vom Grundsatz her nicht im dreigliedrigen Schulsystem. Die in Bamberg neu entstehende Sekundarstufe wird eine Schule für alle sein – ganz im Sinne von Maria Montessoris Worten „Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen“. Alle Kinder und Jugendlichen werden innerhalb ihrer jeweiligen Möglichkeiten individuell auf ihrem Lernweg begleitet.

Das Schulkonzept als Grafik

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Bildnachweise: Bernd Zwoenitzer,
Montessori-Schule Bamberg